Frontinus-Gesellschaft e.V.

Antoninisches Nymphaeum, Sagalassos, Türkei

Übergabe des Frontinus-Steins an den Freundeskreis Römerkanal und an die Frontinus-Gesellschaft

11.11.2021

Am 27. Oktober 2021 wurde im Römerkanal-Infozentrum in Rheinbach je eine Kopie des Frontinus-Steins an den Freundeskreis Römerkanal und an die Frontinus-Gesellschaft übergeben.

Es handelt sich um einen kleinen Weihestein, dessen Inschrift lange Zeit für Kopfzerbrechen gesorgt hat. Er stammt aus der Colonia Ulpia Traiana / Xanten und ist dort im Römermuseum des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) ausgestellt. Freundlicherweise hat der LVR erlaubt, dass sich der Freundeskreis Römerkanal und die Frontinus-Gesellschaft jeweils eine Kopie anfertigen lassen dürfen.

Klar war immer die Namensnennung, denn der Stein war einem gewissen Sextus Julius Frontinus gewidmet.

Neben seinen militärischen und politischen Leistungen ist ein Ehrenamt bedeutend, in das Frontin zum Abschluss seiner beruflichen Laufbahn berufen wurde. Im Jahre 97 n. Chr. ernannte ihn Kaiser Nerva zum Curator Aquarum, womit er zum Oberaufseher – der »CEO« sozusagen - der stadtrömischen Aquädukte bestellt wurde. Sein Buch „De aquaeductu urbis Romae“ ist eine bedeutende Bestandsaufnahme der Wasserleitungen Roms und als Band 1  unserer Buchreihe „Geschichte der Wasserversorgung“ in lateinisch-deutscher Übersetzung veröffentlicht.

Bedeutend ist seine Kölner Statthalterschaft in der Zeit von 81 bis 83/84 n. Chr. Da der Bau des Römerkanals in der Eifel als größter antiker Aquädukt nördlich der Alpen in die Zeit zwischen 80 und 90 n. Chr. datiert wird, ist zu vermuten, dass Frontin den Bau dieses Aquädukts zumindest initiiert hat.

Die Kopien des Frontinus-Steins werden im Römerkanal-Infozentrum in Rheinbach und auf dem Gelände des DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches in Bonn (finanziert durch den DVGW) aufgestellt.

Zwei Presseartikel zu dieser Veranstaltung am 27.10.2021 können Sie hier  herunterladen.

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